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Orgelbauverein St. Martin zu Raesfeld e.V.

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Wissenwertes über Pfeifenorgeln

Der Klang, mit dem die Seele schwingt

Sie spielen einsame Melodien und orchestrale Werke, sie klingen wie Trompeten, wie Holzflöten, wie Glocken oder wie Violinen, trauernd, jauchzend, … transzendent. Sie öffnen Seelen, sie beschwingen, sie dienen der Liturgie und dem Glauben.

Glanzpunkt im Gotteshaus

Jede Pfeifenorgel ist ein Unikat. Nur bei optimaler Abstimmung aller Orgelteile—von den Pfeifen, dem Orgelprospekt, über die Orgeltechnik bis hin zum Spieltisch— kann sie ihre Aufgabe erfüllen. Der erfahrene Orgelbauer passt das Instrument optimal dem Raum an, in dem es später klingen soll. Dazu bedarf es der perfekten Abstimmung von Architektur, Physik, Mathematik und Musik, von Kunst und Wissenschaft. Wer hinter die Metallpfeifen des Orgelprospekts blicken kann, gerät ins Staunen. Denn dort stehen oft tausende Metall– und Holzpfeifen in den verschiedensten Größen und Formen. Seit Jahrhunderten haben deutsche Orgelbauer die Kunst, Orgeln zu bauen, gepflegt. Historische und moderne Orgeln sind immer wieder Vorbilder auch für den internationalen Orgelbau.

Eine zweitausendjährige Geschichte

Erste Erwähnung finden Orgeln bereits 300 Jahre vor Christus. Schon vor ihrer Bedeutung im christlichen Gottesdienst war das Tastenspiel zeitweise sogar eine olympische Disziplin. Bei den Römern wurde die Orgel zum Machtsymbol des Imperators. Sie war Symbol für die weltliche und geistliche Prachtentfaltung, die später auf den neuen König der Welt, Jesus Christus, übertragen wurde.

Raesfeld‘s verblasster Glanz

Das Raesfelder Instrument ist in die Jahre gekommen. Es stammt aus den 1950er Jahren, erstellt vom Orgelbauer Rohlfing. Unter Verwendung einiger alter Register aus der Vorgängerorgel und aus Teilen von Zulieferfirmen setzte er damals das Instrument zusammen. Schon im Jahr 2006 stellte der Orgelsachverständige des Bistums Münster fest, dass die gesamte Elektrik störanfällig und die Technik völlig veraltet ist. Das Pfeifenwerk ist in einem schlechten Allgemeinzustand: Pfeifen sind teilweise verbogen, haben Risse oder sind gebrochen. Die Tasten des Spieltisches sind ausgespielt, und immer wieder kommt es zu unkontrollierbaren elektrischen Fehlschaltungen, so, dass plötzlich Töne gar nicht erklingen. Das lässt jeden Gottesdienst für uns Organistinnen und Organisten zu einem Abenteuer werden. Letztlich muss man damit rechnen, dass das Instrument in absehbarer Zeit völlig versagt. Das würde bedeuten ein Seelenamt, eine Trauung, Erstkommunionfeiern, feierliche Gottesdienste zu den Hochfesten mit Keyboardbegleitung oder gar in Stille. Unvorstellbar!Die Orgel ist das klingende Herz jeder Kirche. Ihre Verkündigung erreicht direkt die Herzen der Menschen. (aus: Ute Ross, Osterpfarrbrief 2013)

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